Du musst Zusammenhänge zwischen Deinem Drogenkonsum, der Konsumsituation, der Zeit der Auffälligkeit, der Drogenwirkung vor und während der Fahrt und den damals typischen Drogenkonsumgewohnheiten verstanden haben und erläutern können.

Sowohl die entdeckten als auch die unentdeckten Drogenfahrten stellen sich als typische Beispiele für den damaligen Umgang mit Drogen und die daraus resultierende Einstellung zum Konsum und Fahren dar. So zu tun, als handele es sich bei der entdeckten Drogenfahrt um eine Ausnahme, macht keinen Sinn. Überlege nur, wie unwahrscheinlich es ist, während einer solchen Fahrt unter Drogeneinwirkung aufzufallen. Du solltest Art, Ausmaß und Entwicklung der Drogenproblematik schildern können. Übrigens, es ist gar nicht nachteilig für Dich, wenn Du hinsichtlich Deines früheren Fahrverhaltens und Drogenkonsums „Farbe bekennst“. Falls Du Dich damals wenig bis gar nicht um Drogenkonsum und Teilnahme am Straßenverkehr gekümmert haben solltest, dann kannst und solltest Du das in der Regel dem Gutachter mitteilen. Entscheidend ist doch, was Du seit dem Tag, an dem du auffällig wurdest und Deinen Führerschein abgeben musstest, bis heute gelernt hast und ob das Gelernte „motivational stabil“ ist. Ich vergleiche das immer mit einem „schwarz-weiß-Bild“. Schwarz ist der frühere Teil von Dir, weiß der heutige Teil. Die Grauzonen dazwischen sind etwas komplizierter, da war beispielsweise die Abstinenz noch nicht so stabil, wie sie das heute vielleicht ist, da war das Motiv, mit dem Trinken aufzuhören, der Führerschein und nicht, wie heute, dass die Woche wieder sieben Tage hat, Du Deine Hobbys wieder pflegst und sich das Verhältnis zu Deinem Lebenspartner wieder stabilisiert hat. – Ich weiß, das ist für viele Leser zu viel, aber manchmal muss man übertreiben, um Inhalte etwas deutlicher zu machen.

 

Du solltest

  • Zusammenhänge zwischen Deiner Drogenproblematik und der Art und Weise des Konsums schildern können.
  • Wie hattest Du Dich damals äußerlich und gefühlsmäßig in Deinem Leben eingerichtet?
  • die Probleme des „abstinenten Lebens“ so darlegen können, dass die Einsicht in lebensgeschichtlich entwickelte und für den persönlichen Lebensstil typische Fehlhaltungen erkennbar werden.
  • verdeutlichen können, dass Du inzwischen erkannt hast, dass der Drogenkonsum und die Drogenfahrten „logische“ Entwicklungsfolgen waren.
  • Deine Bemühungen, Erfolge und Misserfolge, Ermutigungen und Enttäuschungen durch andere Menschen im Verlauf der Arbeit an Deiner Problematik (= allgemein und auf den Drogenkonsum bezogen) schildern können.
  • Deine Erfolge mit konkreten Beispielen aus Deinen Lebensbereichen (Privatleben, Berufsleben) verdeutlichen können und dabei auch die Erfolgsgrenzen, die durch die eigene Persönlichkeit und die Lebenssituation gesetzt sind, kritisch betrachten.
  • Deine Zukunftspläne, d.h. die Ziele und die Mittel, die Du dafür einsetzen willst, um in der Arbeit an Dir selbst noch weiterzukommen, darlegen und begründen können.
  • Deine Entscheidung über Deinen zukünftigen Umgang mit Drogen (lebenslange Abstinenz) und Dein Vorgehen zur Absicherung von Rückfällen aus den Einsichten in die individuelle Persönlichkeits- und Alkoholproblematik ableiten können.